Skip to content

Projekte

Charles Mingus ‘Triumph of the Underdog’

Gregor Aufmesser, Bass
Martin Bayer, Gitarre
Valentin Duit, Schlagzeug
Clemens Salesny, Altsaxophon, Bassklarinette
Andi Schreiber, Violine
Phil Yaeger, Posaune
Angelika Hagen, Texte

Charles Mingus war Musiker – Bassist, Komponist, Bandleader, und er war politischer Aktivist. Er wurde am 22. April 1922 in Arizona geboren und starb am 5. Jänner 1979 in Mexiko. Seine musikalischen und politischen Botschaften sind so aktuell wie eh und je. Als einer der ersten Musiker thematisierte er den US-amerikanischen Rassismus, auf der Bühne, in offenen Briefen, in seiner Autobiographie – Black Lives Matter!
Mingus stellte seine Stücke immer wieder in den Dienst der Bürgerrechtsbewegung und bei „Haitian Fight Song“ sagte er, er könne das Stück nicht spielen ohne an Vorurteile, Hass und politische Verfolgung zu denken.

„Musik ist die Sprache der Emotionen. Wenn jemand der Realität entflieht, erwarte ich nicht, dass er meine Musik begreift, und ich würde anfangen, mir Sorgen um meine Stücke zu machen, wenn eine solche Person auf sie stehen würde. Meine Musik ist lebendig, und sie handelt von den Lebenden und den Toten, von Gut und Böse. Sie ist wütend, aber es ist echt: weil sie reflektiert, dass sie wütend ist.“ (Offener Brief an Miles Davis)

Duo Angelika Hagen – Andi Schreiber

Angelika Hagen / Violine
Andi Schreiber / Violine

Duo Angelika Hagen – Andi Schreiber

Er begann als Rockmusiker und gilt für das Österreichische Musiklexikon  „als einer der profiliertesten Vertreter seines Instrumentes in Europa“; sie war Gründungsmitglied und Geigerin des Hagen-Quartetts. Das Zusammenspiel der beiden begann um das Jahr 2004 in Paris. Aus der Verbindung scheinbar widersprüchlicher Welten entstanden ganz eigene neue musikalische Formen – manche selbst komponiert, andere als Improvisationen, entweder ganz frei oder mit Bezug auf eine Form.

Michael Ternai (music austria) schreibt über „den gediegenen Klang zweier Violinen voller herzergreifender Poesie und großer musikalischer Vielfalt: „Lauscht man sich durch die Stücke der beiden, ist es fast so, als befände man sich auf einer ereignisreichen Reise, deren Ziel gänzlich unbekannt ist. Man macht halt an fernen Orten, es malen sich unweigerlich Bilder weiter und verlassener Ebenen, in denen der Wind seit Ewigkeiten den Staub aufwirbelt und den Ablauf der Zeit bestimmt, in die Gedanken. Dann plötzlich findet man sich inmitten einer ausgelassenen Feier wieder, um von dieser wieder ganz woandershin zu gelangen. Der musikalische Bogen, den Angelika Hagen und Andi Schreiber auf sehr kunstvolle Art spannen, reicht von wunderbar reduzierten, leisen und verträumten Momenten bis hin zu immer wiederkehrenden wilden und schräg anmutenden Klangausbrüchen.“

ROSA LUXEMBURG - POETIN, SOZIALDEMOKRATIN, PAZIFISTIN

Lylit alias Eva Klampfer / Gesang
Angelika Hagen, Violine / Texte
David Six / Piano
Andi Schreiber / Violine

Viele kennen ihren Namen, glauben, sie irgendwo im Kommunismus verorten zu können – dabei zählte sie zu den schärfsten Kritikern des leninistischen Modells; wenige wissen, was sie wollte, wofür sie lebte und wie breit ihr Spektrum war. Rosa Luxemburg war die erste promovierte Ökonomin an der Universität Zürich, naturverbundene Botanikerin und Zoologin und eine literarisch herausragende Persönlichkeit. Dieser Hintergrund gehörte zur Basis dessen, was ihren Sozialismus ausmachte, der revolutionär, human, demokratisch und lebensverbessernd war.  Sie bekämpfte innerhalb der SPD Nationalismus und Opportunismus. Sozialistisch zu sein bedeutete für sie nicht, sich vom Kuchen des Kapitalismus ein möglichst großes Stück abzuschneiden; es bedeutete eine „andere Lebensweise“ in politischer, ökonomischer, sozialer Freiheit und Gerechtigkeit. Dazu gehörten für sie Solidarität und Mitgefühl für Menschen und Tiere.  Wort und Tat stimmten bei ihr überein. Damit hat sie – in ihren theoretischen Schriften und durch ihre Lebenspraxis – das Vermächtnis eines Sozialismus hinterlassen, der bis heute uneingelöst ist und den wir als Gesellschaft notwendiger haben als je zuvor.

Georg Kreisler lebt!

Nika Zach / Gesang
Angelika Hagen / Violine und Konzept
Michael Hornek / Piano
Willi Landl / Gesang
Andi Schreiber / Violine

„Man schreibt doch Böses, um das Gute zu bewirken. Es kann keine Rede davon sein, dass böse ist, wer so schreibt“, so hat Georg Kreisler einmal selbst seine Position beschrieben. 1922 in Wien geboren, emigrierte er 1938 mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten und nahm 1943 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er bezeichnete sich selbst als „Fortgeher“ – wenn es ihm irgendwo nicht mehr gefiel, ging er woandershin; Die Kunst, die Sprache, die Musik waren ihm Heimat genug. Und sie waren Instrumente, um seine politischen Botschaften auszudrücken. Die Zeit, in der wir jetzt leben, macht seine Lieder so aktuell.

By the world forgot

Angelika Hagen, Violine und Texte
Philipp Kienberger, Bass
Christoph Lingg, Fotografie
Andi Schreiber, Violine, Viola

Dieses Projekt ist ein Zusammenspiel aus Bildern und Live-Improvisationen.

Die Bilder von Christoph Lingg zeigen Ethnien in entlegenen, ausgesetzten Gegenden unserer Erde. Es sind Minderheiten, die sich durch ihre Kultur, Lebensweise, Sprache und Religion von der sie umgebenden dominierenden Gesellschaft unterscheiden und die deshalb ausgegrenzt, abgelehnt und bedroht werden.

Mit den Instrumenten der Live-Improvisationen werden Kontinente bereist, erforscht, durchquert, und immer wieder führen diese weiten Wanderungen auch ins Innere.

Die Bilder sind in New York im UN Headquarter gezeigt worden.
http://www.christophlingg.com/un/index.html

Klang der Arbeit

Hier finden Sie die konzertanten Aufführungen und Performances, die seit 2011 in der Reihe KLANG DER ARBEIT mit Künstler:innen und Wissenschafter:innen entstanden sind.

Klang-der-arbeit.eu

Aktuelles & Konzerte

9. Februar 2023, 20:30 Uhr
ROSA LUXEMBURG – POETIN, SOZIALDEMOKRATIN, PAZIFISTIN
Porgy&Bess

23. Februar 2023, 20:00 Uhr
GEORG KREISLER LEBT!
TAG Theater

8. März 2023, 19:30 Uhr
Internationaler Frauentag
Rosa Luxemburg im Museum Arbeitswelt Steyr